Estrela Berghund

Der Estrela ist wohl der älteste aus Portugal kommende Hirtenhund. Die Geschichte erzählt, dass er auf der Iberischen Halbinsel wahrscheinlich mit den ersten Hirten und Schafherden eingeführt wurde. Es gibt in der Serra da Estrela seit den 80iger Jahren keine Wölfe mehr, doch es gibt noch Wölfe im Norden von Portugal. Einige Wolfspopulationen wurden auch ganz in der Nähe der Serra da Estrela gesichtet. Die Rasse wird noch heute von den Hirten benutzt, da sie sich schon seit Jahrtausenden bewährt hat.

Es gibt zwei Varianten dieser Rasse, den langhaarigen Typ und den kurzhaarigen Typ. Der kurzhaarige Estrela-Berghund ist viel seltener und weniger bekannt, da der langhaarige Typ wegen seiner imposanten Erscheinung vom Publikum bevorzugt wird und daher vermehrt gezüchtet wird.

Der Estrela-Berghund ist wie die meisten Hirtenhunde ein robuster und genügsamer Hund, ruhig in seiner Art, aber wachsam und mit der Bereitschaft, sein Territorium gegen Eindringlinge zu verteidigen. Diese Verteidigung erfolgt durch respektvolles Bellen, aber es ist kein Hund, der unbesonnenen Menschen angreift. Bei den meisten Estrela Hunden kann man sogar eine regelrechte Beisshemmung Menschen gegenüber feststellen. Dies hat vielleicht damit zu tun, das in der Serra da Estrela immer viele Touristen sind. Meistens lassen sich die Estrela-Berghunde bereitwillig streicheln.

In Portugal ist diese Rasse sehr begehrt als Wächter von Haus und Hof, aber auch als Familienhund hat sich mit den Jahren einen guten Ruf gemacht. Er unterwirft sich gerne und ist sehr tolerant Kindern gegenüber. Für diese eigenwillige Hunderasse ist es von Vorteil, wenn man Hundeerfahrung und Verständnis mitbringt und man die nötige Zeit aufbringen kann.

Der Estrala-Berghund ordnet sich gut unter, doch er lässt sich nicht wie z. B. ein Deutscher Schäferhund erziehen. Zuviel Drill verträgt er nicht und wendet sich gelangweilt ab. Als sehr intelligenter Hund merkt er sich schnell, was man von ihm erwartet. Die besten Erfolge erzielt man mit positiver Stimulation im richtigen Moment.

Man muß auch erwähnen, dass Rüden oft dominat zu anderen großen erwachsenen Rüden sind, um zu zeigen, dass sie die Stärkeren sind. Deshalb ist es wichtig, dass man einen jungen Esrela gut sozialisiert und mit anderen Hunderassen bekannt macht, damit er positive Erfahrungen sammeln kann. Es ist auch von Vorteil, mit dem jungen Welpen eine Welpenspielstunde zu besuchen. Die Haltung in Gemeinschaft mit anderen Rüden kann gut gehen, wenn sich die anderen Rüden unterordnen, kleinere Hunde hingegen nimmt er gerne in Schutz, auch wenn es Rüden sind.

Die Weibchen sind viel einfacher und gut sozialisiert auch erwachsen mit anderen Hunden sehr verträglich. Sei es ein Rüde oder ein Weibchen, sein eigenwilliger Charakter manifestiert sich meistens eindeutig und man kann nicht immer auf einen einwandfreien Gehorsam zählen. Deshalb sollten Estrela-Berghunde an belebten Straßen oder Gebieten an der Leine geführt werden.  Wichtig ist eine konsequente Erziehung, eine gute Sozialisation und Einiges an Hundeverstand.
Weltweit viele Sympathien haben ihn seine Intelligenz, seine gute Beobachtungsgabe, sein selbstständiges Bewachen und sein ergebenes Verhalten dem Menschen gegenüber mit seinem treuherzigen Blick eingebracht.

Die Rasse ist sehr robust und selbst mit seinem langen Fell sehr pflegeleicht.
Ein wöchentliches Ausbürsten genügt. Nur bei jährlichen Fellwechsel verliert er viel Unterfell und ein tägliches Ausbürsten verkürzt den Fellwechsel.
Große Hunde wachsen sehr schnell und brauchen eine ausgewogene Ernährung. Futter-Zusätze, wie Glucosamin und Condroitin können ein harmonisches Wachstum der Gelenke fördern und bei älteren Hunden die Gelenke schonen.

Er braucht einen großen Garten und viel Bewegungsmöglichkeiten, ist daher für eine Wohnung nicht zu empfehlen.

Widerristhöhe:
Rüde    65 – 72 cm
Hündin 62 – 68 cm

Gewicht:
Rüde ca. 40 – 50 kg
Hündin ca. 30 – 40 kg

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